Aktuelles aus Israel

Israel: Abbau der umstrittenen Metalldetektoren am Tempelberg

Nach Medienberichten haben israelische Sicherheitskräfte in der Nacht zum 25. Juli die umstrittenen Metalldetektoren an den Zugängen zum Tempelberg in Jerusalem abgebaut. Diese Maßnahme wurde am späten Abend auf einer Sitzung des Sicherheitskabinetts beschlossen. Gleichzeitig kündigte die Regierung Netanjahu andere Formen von Sicherheitsüberprüfungen an den Zugängen zum islamischen Heiligtum an.

Die Zugangsbeschränkungen zum Tempelberg und die Überprüfung der Besucher mit Metalldetektoren waren zuletzt Anlass für anhaltende, schwere Unruhen in der Altstadt und ihrer Umgebung. Noch ist unklar, ob der Abbau der Detektoren den Weg zu einer schrittweisen Lage-Entspannung öffnet.

Bereits am Abend des 24. Juli hat das Auswärtige Amt – analog zu anderen westlichen Außenministerien – seinen Sicherheitshinweis zu Jerusalem überarbeitet und seine Aufforderung, die Altstadt von Jerusalem zu meiden, auf die Abend und Nachtstunden beschränkt. In der aktualisierten Fassung schreibt das Amt wörtlich:

„Am Freitag, dem 14. Juli 2017, kam es auf dem Tempelberg (Haram al-Sharif) in Jerusalem zu einem Angriff auf israelische Sicherheitskräfte, bei dem zwei Polizisten getötet und ein weiterer verletzt wurden. Die drei Attentäter wurden getötet. Im Anschluss an dieses Ereignis verfügten die israelischen Behörden die Sperrung des Geländes um den Tempelberg (Haram al-Sharif) und neue Sicherheitsmaßnahmen/Zugangskontrollen. Die Situation in und um die Altstadt ist seither sehr angespannt. Seit dem 14. Juli 2017 kommt es täglich zu Ausschreitungen zwischen Palästinensern und israelischen Sicherheitskräften in der Umgebung des Tempelbergs (Haram al-Sharif) sowie in angrenzenden Stadtvierteln Ost-Jerusalems. Am Freitag, dem 21. Juli 2017 wurden bei gewalttätigen Auseinandersetzungen mehrere Palästinenser erschossen und zahlreiche weitere verletzt; am selben Tag wurden drei Israelis im besetzten Westjordanland ermordet. Auch weiterhin ist damit zu rechnen, dass sich in den Abendstunden viele Menschen zum Gebet in der Umgebung des Tempelbergs/Haram al-Sharif versammeln werden und dass es zu weiteren Ausschreitungen kommt.

Besucher sollten daher ab sofort die Altstadt von Jerusalem sowie die angrenzenden Ost-Jerusalemer Stadtviertel, vor allem At-Tur (Mount of Olives), Ras Al ‘Amud, Wadi Joz, Silwan und Al ‘Isawiya in den späten Nachmittags- und Abendstunden sowie bei Dunkelheit meiden und im Übrigen in der näheren Umgebung der Altstadt besondere Vorsicht walten lassen. Darüber hinaus wird geraten, sich tagesaktuell über diese Reise- und Sicherheitshinweise sowie über die Medienberichterstattung zur Sicherheitslage informiert halten. …“

Aktuell reisen aus saisonalen Gründen keine Gäste von uns in Israel. Die nächsten Israelreisen mit Aufenthalt in Jerusalem beginnen am 18. und 21. August, weitere Reisen ab dem 9. September.

Vor dem Hintergrund der jüngsten Entwicklungen in Jerusalem und der veränderten Sicherheitseinschätzung des Auswärtigen Amtes sehen wir nun wieder die Möglichkeit, unter Einhaltung strenger sicherheitsbedingter Einschränkungen und in einem engen zeitlichen Rahmen unsere Besichtigungsprogramme in der Altstadt von Jerusalem durchzuführen.

Im Rahmen unserer Sicherheitsvorkehrungen verzichten wir ab sofort strikt auf Besichtigungen von Altstadt und Ölberg ab den Nachmittagsstunden sowie an Freitagen und anderen hohen islamischen Feiertagen. Ebenso meiden wir die Umgebung des Damaskus- und Löwentors und bieten keine Übernachtungen in der Altstadt und den umliegenden Stadtvierteln Ostjerusalems an. Grundsätzlich führen wir alle unsere Stadtrundgänge und Besichtigungen mit äußerst erfahrenen und ortskundigen Reiseleitern durch.

Wir beobachten die weitere Entwicklung sehr sorgfältig und passen unsere Programme bei Bedarf auch sehr kurzfristig an die aktuelle Lage an.

Unsere Israelgäste erhalten die jeweils aktuellen Sicherheitshinweise bei Buchung und mit ihren Reiseunterlagen.

Aufgrund der aktuellen Lage-Entwicklung sehen wir einen zusätzlichen Informationsbedarf. Wir werden daher ab sofort und – in einem ersten Schritt – alle Gäste mit Abreise bis zum 15. Oktober per Rundschreiben über die derzeitige Lage in Jerusalem und unsere aktuellen Einschränkungen bei den Besichtigungen der Altstadt informieren.

Unabhängig von den jüngsten Ereignissen in Jerusalem haben alle unsere Israel-Gäste im laufenden Jahr ein Recht auf kostenlose Umbuchung bis vier Wochen vor Abreise.

Wenn Sie keine Sicherheitsmails mehr erhalten moechten, senden Sie uns bitte eine E-Mail mit Angabe Ihrer Agenturnummer an:mailto:unsubscribe-ag@studiosus.com Unser Sicherheitsservice ist selbstverstaendlich voellig kostenlos fuer Sie.

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